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Vielleicht

Wie soll man sich denn klar darüber werden, was man will, wenn man doch die Risiken der möglichen Wege kennt? Wie soll man sagen, was man will, wenn man nicht einmal weiß, was man will? Und warum werde ich überhaupt gefragt? Bisher hat doch auch alles ohne meine Zustimmung funktioniert. Warum jetzt, heute? Warum nicht morgen, in einer Woche oder nie... Wieso muss ich Fragen beantworten, deren Antwort ich mir selbst nicht glaube? Warum fragt denn keiner etwas leichtes? Irgendwas, das ich mal beantworten kann.Ja und nein sind zwei wirklich einfache Worte, mit denen man den Großteil der Fragen, die ich kenne beantworten kann. Nur das ich meist noch einige viele Wörter mehr hinzufüge. Meistens verwirren diese zusätzlichen Wörter den Fragesteller jedoch, weswegen ich daran arbeiten sollte, sie weg zu lassen. Ich kann mich sehr schwer entscheiden, egal um was es sich handelt und brauche für jegliche Antworten länger als Andere. Das ist dann meist die Zeit, in der ich meiner Antwort "Ja" oder "Nein", noch weitere Satzgefüge anhänge, welche meine erste Aussage widerlegen. Wenn man es also genau nimmt, sage ich fast immer "Vielleicht". Wenn es noch "Ja", "Nein", "Vielleicht" Zettelchen gäbe, würde ich vermutlich ausnahmslos immer "Vielleicht" ankreuzen. Dann habe ich einerseits keine Verantwortung für meine Entscheidung zu tragen, weil sie ja neutral war, andererseits würde ich weder eigenständige Entscheidungen treffen, noch so entscheiden können, wie meine erste Eingebung es mir sagt. So, wie es eigentlich richtig wäre. Also ist das keine gute Idee. Vielleicht sollte ich morgen mal nur mit klaren Antworten antworten.
23.3.17 20:06
 
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PP (23.3.17 20:39)
In der Rhetorik gelten das als Fangfragen, die man nur mit ja oder nein beantworten kann und gelten als unfair. Wer setzt dir denn so die Pistole auf die Brust? Es muss immer noch ein "vielleicht" eingeräumt sein, damit es nicht zur Erpressung wird.

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